
Hören Sie auf, auf den Trocknungsprozess zu warten!
Wir alle kennen das Problem: Die Produktionslinie läuft einwandfrei – doch in der Trockenheitsphase gerät alles ins Stocken. Wenn man auf herkömmliche Konvektionsheizung setzt, heizt man im Grunde nur die Luft auf und hofft auf das Beste. Das ist langsam und frustrierend – außerdem wird dadurch der Fortschritt behindert.
Deshalb verwenden wir Infrarot-Heizlampen. Anstelle von Luft werden dabei Energie direkt in die Oberfläche des Produkts geleitet. Das bedeutet eine völlig neue Art der Heizung – man muss nicht mehr Minuten lang warten, bis die Produkte warm werden, sondern kann bereits nach Sekunden Ergebnisse erzielen.
Die Details bezüglich der Heizleistung
Der eigentliche „Zauber“ liegt in der Leistung und Spannung der Heizlampen. Für schwierige Anwendungen nutzen wir höhere Leistungsdichten. Ziel ist es, dass die Wärme schnell in das Material eindringt.
Wenn man ein 400-V-System verwendet, hat man einen großen Vorteil: Man kann mehr Leistung in einen kürzeren Leiter stecken, ohne dass die Sicherungen durchbrennen oder die Schaltkreise überlastet werden. Dadurch bleibt die Maschine kompakt – doch man erhält trotzdem die notwendige Wärmeenergie, um die Produkte schnell zu trocknen.
Quarzglas und schnelle Reaktionen
Wir verwenden für diese Elemente Quarzglas hoher Reinheit. Warum? Weil es Belastungen standhalten kann. Schnelle Wechsel zwischen verschiedenen Temperaturen verursachen enorme thermische Schocks – Quarzglas ist das einzige Material, das unter solchen Bedingungen nicht zerbricht.
Wir verwenden meist R7- oder Sk15-Stecker – dadurch lassen sich die Lampen einfach einsetzen. Wenn eine Lampe ausfällt, kann man sie einfach gegen eine neue austauschen und weitermachen.
Wir verwenden immer Kurzwellen-Infrarotstrahlung. Die Wärme entsteht quasi sofort – sobald man den Schalter betätigt, ist die Wärme bereits da. Es gibt keine Verzögerungen, man muss nicht warten, bis die Ausrüstung „mitkommt“.
Die Kompromisse (denn nichts ist perfekt)
Diese Geschwindigkeit hat allerdings ihren Preis. Hochleistungs-Lampen werden extrem heiß – und das an einem sehr begrenzten Bereich. Wenn die Kühlventilatoren nicht ausreichen, kann es Probleme geben: Die Förderbänder könnten verbiegen oder die Gehäuse könnten schmelzen. Man muss also den richtigen Abstand zwischen der Lampe und dem Produkt sowie die Geschwindigkeit des Förderbands finden. Wenn man das falsch macht, kann das Produkt beschädigt werden.
Ein letzter Tipp: Verwenden Sie Hochtemperatur-Leitungen für die Verkabelung. Andernfalls schmilzt die Isolierung – und dann hat man ein viel größeres Problem.